Vom Scheitern und Wiederaufstehen.

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Manche werden es noch wissen (und einige sprechen mich auch jetzt noch regelmäßig darauf an: Am 6. Mai 2015 startete ich voller Elan und Zuversicht ins #Projekt28. Ich wollte mir etwas Gutes tun und innerhalb von einem Jahr, also bis zu meinem 28. Geburtstag 28 Kilogramm abnehmen und einen maximalen BMI von 28 mein Eigen nennen. In etwas mehr als zehn Tagen feiere ich schließlich meinen nächsten Geburtstag, aber aktuell stehe ich mit meinem Gewicht über dem Ausgangsgewicht vom Mai 2015. Dabei hatte alles so gut begonnen.

Warum tut der Mann das?

Sieht man mich von vorne, schätzt man mich wahrscheinlich um einige Kilos leichter ein. Ich kann vieles lange kaschieren, aber wenn mir mal die Kleidung nicht mehr passt, dann wird auch dem besten Verdränger wir mir bewusst, dass etwas getan werden muss. Ich bin also ein Mann mit Übergewicht, laut dem weltweit bekannten und umstrittenen BodyMass-Index in der Kategorie Adipositas II. Das klingt einerseits schon erschreckend („Adipositas“ ist ein sehr negatives Wort!), andererseits nerven mich nicht nur die Ziffern auf der Waage, sondern auch meine eingeschränkte Lebensqualität. Es ist zwar noch nicht so, dass ich für Krankenhausbesuche mit einem Kran aus dem Fenster meiner Wiener Mietwohnung gehievt werden muss, aber ich bin mit jedem Kilo mehr ein kleines bisschen leichter außer Atem. Und nachdem ich in den ersten zwei Monaten vom #Projekt28 fast 10 Kilo abgenommen und sie eigentlich auch lange gehalten habe, will ich es mir deshalb noch einmal beweisen.

Wer soll das lesen?

Eine gute Frage. Das hier ist nicht mein erster Blog und ich wundere mich immer wieder, wie viele Menschen ich tagtäglich erreiche. Schon im ersten Jahr hatte ich einige Menschen, die meine Erfolge mit mir gefeiert haben und mir über Misserfolge hinweggeholfen haben. Aber anstatt so wie im vergangenen Jahr vor allem über mich und meinen Fortschritt zu schreiben, möchte ich mich mit Ernährung und Bewegung insgesamt beschäftigen. Statt einem wöchentlichen Update über meinen Gewichtsverlauf, möchte ich darauf nur mehr einmal pro Monat eingehen. Zusätzlich möchte ich mich aber mit DiätologInnen, PsychologInnen, SportwissenschaftlerInnen usw. unterhalten und auch mit Menschen, die es geschafft haben, viel Gewicht zu verlieren und dabei viel Lebensqualität dazu zugewinnen. Außerdem möcht‘ ich mich für euch aufopfern und immer wieder Abnehmtipps ausprobieren. Mein Gewicht möchte ich aber natürlich protokollieren – für Interessierte gibts immer noch meine Fortschrittseite, die ich demnächst update.

Wann gehts los?

Na eh jetzt schon. Zumindest bin ich vor ein paar Tagen erschrocken von der Waage und achte seither wieder viel mehr auf meine Ernährung. Auf der Facebookseite zu dieser Website  werde ich von nun an interessante Links, Videos und natürlich die Beiträge von hier posten … also unbedingt liken, falls du interessiert bist. Ansonsten: Auf gehts mit dem Abnehmen! In kleinen Schritten und mit viel Motivation ist es schaffbar – jetzt heißt es nur mehr durchhalten!

2 Kommentare zu „Vom Scheitern und Wiederaufstehen.

  1. Ich kann dich so gut verstehen. Vor 6-7 Jahren habe ich 40kg abgenommen und hatte 65kg bei 1,79m. Perfekt. Eigentlich. Ich habe mich nie wirklich dünn gefühlt und kam mit der schnellen Abnahme nicht zurecht. Ich war launisch, habe viel geweint und habe ständig gefroren. Ich kam damals mit Luca zusammen und den nervte mein Abnehmwahn. Langsam, ganz langsam konnte ich wieder mehr essen, kam auf 79kg und damit fühlte ich mich endlich gut. Ich war immer noch schlank, beweglich und ich fühlte mich hübsch. Man sah meine Wangenknochen und mein Gesicht war mal nicht dick. Wanderungen von 10km waren kein Problem. Es machte mir Freude. Verrückt! Davor wäre ich schnaufend und schwitzend sitzengeblieben.
    Das Gewicht habe ich bis vor 3 Jahren gehalten. Dann kam meine Schwangerschaft, selbst da habe ich kaum zugenommen, obwohl ich nicht bewußt darauf geachtet habe. Nach der Schwangerschaft kamen die Kilos. Wieviele weiß ich nicht. Ich glaube, 10-15kg. Zuviel. Ich fühle mich unwohl. Wenn ich in den Spiegel schaue bin ich zufrieden und finde mich noch hübsch, schlimm sind Fotos. Da wird der Bauch, Beine, Arme sichtbar. Ungeschont. So sick fühle ich mich nicht. Erschreckend. Wenn ich alte Fotos sehe will ich dahin zurück. Ein schwerer Weg.
    Ich unterstütze dich, will mit gehen und Lebensqualität gewinnen. Los geht’s. Zum Frühstück gibt’s einen Smoothie.

    1. Oh, Mia, vielen lieben Dank, dass du deine Geschichte mit mir teilst. Erst einmal ein großes Wow! für die 40kg damals. Und ja, ich kann mir gut vorstellen, dass da ein regelrechter Abnehmwahn draus werden kann, aus dem man sich nur mehr schwer befreien kann. Gratulation auch, dass du es so lange halten konntest.

      Ich sags dir: Wir schaffen es. Du den Weg zurück, und ich den viel weiteren Weg zurück (25 Kilo weniger hatte ich wahrscheinlich vor mehr als zehn Jahren). Schön, dass du mich auf diesem Weg begleitest und vielleicht können wir uns ja gegenseitig unterstützen.

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