Von Pokémonjägern mit Höchstwerten

Ich hasse es ja zu scheitern. Beim #projekt28 habe ich aber eindeutig versagt: Ich wollte innerhalb eines Jahres 28 Kilo abnehmen, stattdessen landete ich ein paar Kilos über dem eigentlich Ausgangsgewicht. Weil alles andere wichtiger war, weil ich mich nicht beherrschen konnte und der innere Schweinehund mein bester Freund und nicht mein größter Feind geworden ist. In den letzten Wochen habe ich wieder rasant zugenommen und ich habe keine Ahnung warum. (Das ist gelogen: Ich weiß schon, warum ich zugenommen habe, aber ich weiß nicht, warum so viel.) Ich fühle mich unwohl, hasse mich dafür und ärgere mich deshalb umso mehr: Warum habe ich es damals nicht durchgezogen? Ich war am richtigen Weg! Zehn Kilos hatte ich relativ rasch abgenommen! Und dann das: Heute bin ich zehn Kilo schwerer als im Mai 2015. Oder sechs Kilo schwerer als im Mai 2016! Weil es also so verdammt schief läuft, hatte ich auch die Überlegung, ob ich diesen Blog einfach still und heimlich abdrehen sollte. Aber es ist immer noch ein Unterschied zwischen Scheitern und Aufgeben.

Pokémon GO

Die Sache ist die: Es läuft grad recht wenig wirklich rund in meinem Leben. Das nervt natürlich. Es gab zuletzt also Zeiten, da hab ich einfach gefressen. Das war alles kein Genuss mehr, sondern reiner Frust, der zerkaut werden musste. Und auf Bewegung habe ich fast komplett verzichtet – das heißt: Überall wo sie zu vermeiden war, vermied ich sie auch. Woche für Woche wurde ich unfitter. Doch dann kam Pokémon Go.  (So fangen meist ganz schlechte Geschichten an.)

Als die ersten Journalisten darüber schrieben, dass Menschen stundenlang unterwegs waren, obwohl sie zuvor kaum aus dem Haus gehen wollten, habe ich noch über diese Freaks gelächelt. Natürlich hatte ich es mir bald heruntergeladen, aber nur selten gestartet. Um ehrlich zu sein: Ich verstand das Spielprinzip einfach nicht.  Aber als ich vor wenigen Tagen mitten in der Nacht meinen Heimweg zu Fuß antreten musste, habe ich die App gestartet. Was soll ich sagen: Ich habe nicht nur ein Taubsi, ein Rattfratz und ein Nebulak (!) gefangen, sondern bin auch extra einen Umweg gegangen. Es klingt furchtbar dämlich, aber wenn es so sein soll, dass dieses Spiel mich dazu bringt, rauszugehen und zu spazieren, dann wäre das natürlich perfekt. (Und sollte den Medizinnobelpreis oder so bekommen.)

Heute Abend werde ich nun meinen ersten längeren Spaziergang mit Pokémon Go machen. Damit ich nicht auf kurz oder lang die Form eines Traumatos annehme.

Die Sache mit dem Essen

Bewegung ist das eine, das richtige Essen das andere. Selten schaffe ich beides zusammen. Jetzt habe ich mir aber wieder eine App heruntergeladen, nämlich „MyFitnessPal„. Dort trage ich einerseits meine Speisen ein, um eine Übersicht über meine konsumierten Kalorien zu bekommen und meine Bewegung, um die verbrauchten Kalorien wieder abzuziehen. Ich brauche einfach sowas. Vorerst werde ich also nun die kostenlose Version nutzen, und falls sie wirklich gut ist, auch auf die Premiumversion updaten. Aber dazu halte ich dich, lieber Leser, natürlich auf dem Laufenden.

Wenigstens hat mein Kopf schon wieder kapiert, in welche Richtung es gehen muss: Zum Frühstück gibts seit heute wieder jeden Tag Porridge mit Obst und zu Mittag gab es heute Fisch mit Reis, Erbsen und Mais. NIEMAND braucht Leberskässemmerl, auch wenn sie so verdammt gut schmecken.

Auch wenn ich es mir schon mehrfach vorgenommen habe, möchte ich nun wieder wöchentlich (jeden Sonntag) ein kurzes Update liefern. Es ist sogar schon im Kalender eingetragen. Also – bis bald!

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