Von 365 Tage vollstem Vertrauen

Diäten sind doof, das wissen wir alle. Sie funktionieren vielleicht für einen kurzen Augenblick, zeigen auch Ergebnisse, aber bald geht es wieder nach oben. Zumindest bei mir ist das so. Ein neues Buch von zwei Neurochirurginnen versprechen einen 12-Monats-Plan für „sanftes Schlankwerden und Schlankbleiben“. Und dieser Plan soll funktionieren: Er wird „der Funktionsweise unseres Gehirns gerecht und erfordert deshalb nur ein Mindestmaß an Selbstüberwindung“. Klingt zu perfekt? Mal sehen.

Ich habe mir das Buch „Slow Slim“ gekauft und mich bislang durch die Kapitel Phase 0 und Phase 1 gelesen. Jedes Kapitel ab Phase 1 ist für einen Monat des Jahres gedacht. Es braucht also Durchhaltevermögen, nur der Kampf mit dem Schweinehund sollte dabei ausbleiben. In Phase 0 wird erklärt, warum Radikaldiäten nicht funktionieren können und was da in unserem Gehirn abläuft. In Phase 1, also dem ersten Monat, in dem ich mich nun selbst befinde, soll ich ganz normal weiter essen und alles, was ich esse händisch notieren – mit der Info, was ich warum wie gegessen habe. Die beiden Autorinnen sagen, dass das Gehirn selber erstmal verstehen muss, was sich ändern kann und wie es sich ändern kann.

Das Buch kann natürlich auch vollkommener Blödsinn sein. Die Gefahr besteht immer, aber ich mag den Gedanken, mein Gehirn langfristig umzuprogrammieren. Gehirnwäsche deluxe, solange es zum Zwecke des Abnehmens passiert. Ein Jahr ist echt viel Zeit – aber naja, dann ist es eben kein #Projekt28 mehr, wie das Anfangsprojekt hieß, sondern ein #Projekt30. Im Mai 2018 feiere ich nämlich meinen dreißigsten Geburtstag. Wenn ich bis dahin mit umprogrammierten Gehirn und ohne Radikaldiät schön langsam einiges abgenommen hab, dann freu ich mich. Und ihr seid dann alle herzlich eingeladen (euch mitzufreuen, versteht sich).

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