Von Achtsamkeit und unabsichtlichem Abnehmen

Es ist ja so: Eigentlich soll ich ja ganz normal weiter essen. So steht es zumindest im allerersten Kapitel von Slow Slim. Ich solle ja beobachten, was ich esse, warum ich es esse und auch wie ich es zu mir führe. Aber es ist ja halt auch so, dass, wenn man beobachtet wird (auch nur von sich selbst) anders agiert als sonst. Und ja das ist großartig.

6,5 bis 7,5 Kilogramm habe ich seit 15. April 2017 abgenommen. Sollte ich so weiter abnehmen, wäre ich wohl irgendwann im Laufe des kommenden Jahres tot. Aber nachdem ich im April wirklich am negativen Körpergewichthöhepunkt war, ist der bisherige Gewichtsverlust großartig. Und es ist wieder einmal nicht vorstellbar, wie ich mit den rund 7 Kilo mehr überhaupt leben konnte. Denn ich fühle mich jetzt noch viel zu übergewichtig – wie konnte ich da denn bitte jemals noch dicker sein? Aber das war ich wohl und ich bin sehr froh darüber, dass ich es nicht mehr bin.

Habe ich mich aber jetzt „runter“gehungert? Ich habe in den letzten drei Wochen einmal eine ganze Pizza verfuttert, einmal in einem Lokal einen Burger mit Pommes bestellt und als ich am Wochenende bei meinen Eltern daheim war, viel zu viel vom köstlichen Essen meiner Mama verspeist. Also nein, ich hungere absolut nicht. Aber es sind drei oder vier Dinge, die sich verändert haben:

  • Ich koche kleinere Portionen und deshalb zwangsläufig öfter (Zuvor kochte ich mehr, im Glauben, damit nicht nur zu Mittag, sondern auch am Abend und am kommenden Tag noch etwas davon zu haben – oft war es bereits am Abend aufgegessen)
  • Mir schmeckt Salat (Ja, das ist ungewöhnlich. Grünen Salat ess ich normalerweise zwar schon, aber nur ein paar Gabeln, aber ich habe mir nie selber die Mühe gemacht, mir selber einen herzurichten. Bei Hofer gibts aber diese Salate zum Selbermixen (also: grüner Salat, Thunfisch, Mais und Dressing) … und da ess ich stets die ganze Schüssel)
  • Ich esse dazwischen viel seltener (Diese Zwischenmahlzeiten, mal eben ein Wurstbrot oder noch einen Happen vom Mittagessen … das fällt gerade sehr häufig weg)
  • Die Wichtigkeit des Tagesrhythmus und der Kampf gegen die Gewohnheit (die letzten zwei Wochen hatte ich Besuch in meiner Wohnung und damit bekam mein Leben auch etwas mehr Rhythmus. Jeden Morgen fürs Frühstück Zeit nehmen ist schon eine coole Sache. Außerdem habe ich auf Gewohnheiten wie „Um 2 Uhr früh ist ein Hot-Dog beim Würstelstand das Beste, was es gibt“ geachtet und sie ausgelassen. Ich sage es euch: Das geht auch.)

Es ist schon faszinierend, wie wenig es braucht, bis man mit seinem eigenen Körper etwas achtsamer umgeht, etwas mehr auf ihn hört und ihn nicht mit Fressattacken schwächt.

In einer Woche lese ich mir dann das zweite Kapitel durch – ich freu mich schon drauf. Denn da geht es ums Schlafen. Und darin bin ich besonders gut!

(Ich hab übrigens nachgesehen, wann ich das Zuckerbild das letzte Mal gebraucht hatte – da hatte ich auch 7,5 Kilo abgenommen, das damals erreichte Gewicht liegt aber 20 Kilogramm unter dem aktuellen. Nur damit ihr ungefähr versteht, warum es so verdammt wichtig ist, jetzt einfach dranzubleiben!)

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