Übers Drüberreden

Ich habe gehofft, dass mein letzter Artikel, der übers Dicksein, häufiger gelesen wird, als meine bisherigen Einträge hier. Weil der Text viel persönlicher war und mir sein Inhalt so viel wichtiger, als all die Beiträge, in denen ich über eine Zu- oder Abnahme redete. Hier ging es um das Dicksein, das Gefühl, der Selbsthass, dieser unbefriedigende Kampf für mehr Selbstbewusstsein und auch über das Thema Bodyshaming. Zahlreiche Kommentare in den sozialen Medien haben mir gezeigt, dass es wichtig ist, darüber zu reden. Dass Essstörungen, ob jetzt Fettsucht oder z.B. Bulimie oder Magersucht, kein Tabuthema mehr sein dürfen. Und dass sie es eben leider immer noch sind.

Im heutigen Beitrag möchte ich euch auf zwei weitere Beiträge zu diesem Thema aufmerksam machen. @sefa_nies persönlicher Beitrag „Schwere Sache“ erzählt von Essstörungen und aktuellen Erlebnissen, die traurig machen. (Was mich natürlich sehr freut, ist, dass mein Beitrag sie inspiriert hat, das ganze so offen und ehrlich anzusprechen.)

Und auch @moewingers hat einen Beitrag zum Thema geschrieben: Was sie in „Krank und geil“ erzählt, hat mir beim Lesen selber weh getan, und ihr letzter Absatz gehört groß auf Plakatwände aufgedruckt (bitte anstatt all der Wahlplakate, okay?).

Auch @digiom hat ausführlich über eigene Erfahrungen geschrieben, in einem Kommentar unter meinem Beitrag.

Lest es, teilt es, versteht es. Das würde mich freuen.

Mir haben viele Menschen auch gut zugeredet und mir Empfehlungen gegeben. Aber vor allem eines gezeigt: Man muss erst einmal schaffen, sich selber zu akzeptieren. Das ist wahrscheinlich die schwerste Hürde.

Aber ja: Ich habe mein Ziel, bis zur Sponsion im Oktober wieder in meinen Anzug zu passen, noch nicht aufgegeben. Schaffe ich es nicht, werde ich mich aber nicht hassen – sondern einen neuen kaufen. Dann hasst mich ja maximal mein Konto.

Neben meinem „Slow Slim“-Buch habe ich mir übrigens nach einer Empfehlung auf Twitter auch das Buch „Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadja Hermann. Vielleicht les ich mich ja schlank. Und wenn ich die kommenden Tage wieder nach Wien komme, reparier ich endlich mein Fahrrad her – weil das (neben Schwimmen) ein Sport ist, den ich wirklich, wirklich gerne machen.

3 Kommentare zu „Übers Drüberreden

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