Über beschränkte Kleiderauswahl

Heute ist es also wieder passiert. Nach einem „Achten-wir-mal-auf-die-Linie“-Mittagessen hat der Heißhunger alles andere zunichte gemacht. So geht es mir schon die letzten Tage und Wochen. Mein Gewicht befindet sich in einer Höhe, die sich für mich echt nicht angenehm anfühlt – und noch schlimmer: mein Kleiderschrank ist aktuell sehr beschränkt. Dabei liebe ich doch all meine wunderbar-bunten, kuschelig-warmen Pullover, die mir in dieser Saison wohl eher nicht mehr passen werden. (Und, das ist wirklich scheiße: Ich kann in kein normales Geschäft reingehen und ein Stück kaufen, dass mir richtig gut gefällt – weil es das oft nicht mehr in meiner Größe gibt.)

Die letzten Wochen habe ich wieder überlegt, ob ich wieder mit KiloCoach starten werde. Ihr wisst schon: Dieses Online-Ding, bei dem man die eigene Ernährung einträgt, einen Soll-Kalorienwert auf den Leib geschustert bekommt und mit Bewegung noch ein bisschen punkten kann. Dieses Tool kostet zwar doch einiges an Geld (über 100 Euro für ein Jahr), aber es hat mich schon einmal sehr viel schlanker gemacht. Dann kam es zu einem misslungenen Relaunch, der die Seite für über ein Monat nicht benutzbar machte und dann hatte ich schon Ausrede genug und ließ es schließlich bleiben. Auch beim Projekt 28 war es mit dabei, der Idee, von meinem 27. Lebensjahr bis zum 28. Lebensjahr 28 Kilogramm abzunehmen um den BMI 28 zu erhalten. Heute ist es etwas weniger als das Doppelte, das ich abnehmen müsste. Also deutlich zu viel – vor allem habe ich auch viel zu viel in den letzten eineinhalb Jahren zugenommen. (Mein Gewicht kann sich jeder Amateurmathematiker jetzt selber ausrechnen – ich möchte es erst im Laufe der kommenden Wochen und Monate nennen).

Deshalb habe ich heute das Überlegen eingestellt. Ich bin also wieder KiloCoacher, ich trage mein Essen ein, verzichte dadurch schon automatisch auf Dinge wie „Leberkässemmel“ oder „Blunzngröstl“ (ärgstes Kalorieessen!) und fühle mich dadurch angespornt, statt einer Station mit dem Bus doch lieber fünf Minuten zu Fuß zu gehen. Ja, es ist bemerkenswert: Dieser geniale Kopf ist so leicht zu beeinflussen.

Und wer das schon länger verfolgt, weiß es ja: Ich liebe es, wenn ein Fortschritt visualisiert. Schon beim Schreiben meiner Bachelor- und Masterarbeiten war das Schönste das immer voller werdende Tortendiagram des bereits erledigten Teiles. Deshalb freu ich mich allein schon deswegen wieder auf den Versuch. Und, weil es sicher ein geiles Gefühl ist, nicht nach jedem Treppensteigen erstmal atemlos zu sein.

Mein Ziel ist es jetzt, bis Silvester 8 Kilo abzunehmen. Das klingt jetzt nach unglaublich viel, aber von so einem Höchststand purzeln erstmal die ersten 3-4 Kilos recht rasch (normalerweise), der Rest wird dann schwieriger. Und sollte ich nur 3 oder 5 Kilo schaffen, ist das kein Grund aufzugeben. (Ey, Dominik, es gibt keinen Grund aufzugeben! Gar keinen!) Falls mir übrigens wer den Rat geben möchte: „Dominik, mach doch auch noch etwas Sport dazu!“, hier meine Antwort: Ich muss jetzt erstmal wieder etwas Gewicht verlieren, bis ich mich überhaupt wieder dazu imstande fühle, an Sport zu denken. Aber es ist die Idee, die Wintermonate 2018 mit Bäder-Monatskarten zu verbringen. Das ist ja schon mal ein Anfang.

Und weil ich mich grad zum Entspannen, Runterkommen und Nichtstun zwingen muss (ich kurier grad einen langwierigen Hörsturz aus, der offenbar von Stress kommt), werde ich die ruhigen Momente auch dazu nutzen, mit meinen Büchern rund ums Abnehmen wieder neu zu beginnen. Ich halt euch auf dem Laufenden, wie immer.

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