Über die Gesundheit, schlechte und auch gute Süchte

Die schlechte Sucht zuerst: Anfang des Jahres habe ich unabsichtlich zu rauchen aufgehört. Wenn man am 3. Jänner draufkommt, dass man seit Silvester keine Zigarette mehr geraucht hat, dann möchte man einfach mal so ausprobieren, wie lange man es durchhält. Laut einer App sind es aktuell 2 Monate und 23 Tage bzw. rund 135 ersparte Euro. Die lege ich mir übrigens zur Seite um mir zwischendrin oder auch am Ende des Jahres etwas Schönes und eventuell auch etwas Größeres zu kaufen.

Den Erfolg des ersten Zwischenziels habe ich übrigens Anfang Jänner, als ich ohne Auto für eine Woche im Haus meiner Eltern verweilte sogleich wieder verloren. Nicht völlig, aber das in einem Monat verlorene Gewicht war zu zwei Dritteln innerhalb von zwei Wochen wieder oben. Aus diesem Grund, und auch weil der seit einem Jahr bestehende Hörsturz nicht besser, sondern eher schlechter wurde, war es mit der Gesundheit also nicht so gut um mich bestellt. Ende Februar kam ich schließlich sogar zu einer OP ins Krankenhaus – wobei mir bereits vorab erklärt wurde, dass sich am Hörverlust durch die OP wohl nichts ändern wird, sondern mit dem Eingriff sollte die Fluktuation (es wird deutlich besser und zack – eine Woche später wieder schlechter) gestoppt werden. Nun ja – als ich dann zwei Wochen nach der OP den letzten Fremdkörper aus dem Ohr entfernt bekam, habe ich bei der Heimfahrt fast geweint, als ich zum ersten Mal seit langem ein Lied wirklich stereo gehört habe. Natürlich ist noch ein Hörverlust vorhanden – aber er ist eindeutig deutlich besser geworden, wie auch der erste Hörtest danach bewiesen hat.

Aber jetzt kommen wir zur guten Sucht. Mir war ja immer bewusst, dass das Verlieren von Gewicht in meinem Fall nicht nur mit einfachem Essen-Mitschreiben funktioniert. Doch die Bewegung habe ich immer wieder hinausgeschoben. Im Winter wollte ich mir Monatskarten im Schwimmbad kaufen. Doch durch die Eingriffe im Ohr fiel das dann natürlich auch ins Wasser. Doch eine Freundin hat mich schließlich angespornt, mich in einem Fitnesstudio anzumelden. Nachdem ich es also leid war, immer nur Ausreden zu formulieren, habe ich es schließlich gemacht und mich für ein Jahr verpflichtet. Bei der Anmeldung dachte ich: Wenn ich einmal die Woche hierherkomme, dann hat sich das Ganze schon bezahlt gemacht.

Vor der OP war ich in eineinhalb Wochen drei Mal. Schon mal nicht schlecht: Aber seit ich vorletzte Woche den ersten Fitnesstudiobesuch nach der OP absolvierte, würd ich am liebsten jeden Tag hingehen. So war ich letzte Woche vier Mal und diese Woche komme ich wohl auf fünf. Dabei beschränke ich mich aktuell noch ausschließlich aufs Cardiotraining, also Rad-Ergometer, Cross-Trainer, Laufband und Rudergerät – und neben einem Muskelkater bemerke ich schon, dass ich deutlich fitter werde. Außerdem nutze ich die Zeit auf den Geräten, um auch noch eBooks am Kindle zu lesen.

Und das Gewicht geht auch wieder nach unten – denn seit dieser Woche achte ich auch da wieder voll drauf. 2,9 Kilogramm seit Montag hört sich jetzt viel zu viel an (also viel zu viel in viel zu wenig Zeit), aber das ist doch immer so, wenn man nach Fast-Food-Wochen (und die hatte ich wirklich!) plötzlich wieder drauf achtet – und die ersten 2 Kilo waren sogar schon am Dienstag, also Tag 2 weg.

Wenn ich das nur ansatzweise so aufrecht erhalten kann, dann bin ich recht zuversichtlich, dass es nun endlich bergab geht. Wir werden es sehen – vielleicht geht sich die Bikinifigur bis Sommer ja doch noch as. (Nein, wird sie nicht.)

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