Über Erfolge

Nach fast sieben Monaten möchte ich euch wieder einen etwas umfangreicheren Einblick in mein aktuelles Leben geben. Es hat sich viel verändert, einzig die ermüdende Schlaflosigkeit hat mich aktuell gerade wieder sehr für sich eingenommen. Nur aus diesem Grund bekommt ihr dieses Update.

Normalerweise ist es ja kein gutes Zeichen, wenn man auf einem Projektblog, welches Erfolge beim Abnehmen und beim Sportbetreiben aufzeigen soll, still liegt. Man könnte fast auf den Gedanken kommen, als wäre alles bisher Erreichte bereits wieder dahin. Aber der Erfolg, über den ich heute schreiben möchte, der hält noch an.

Dominik mag laufen

Vergangenen September habe ich mich, angetrieben davon, mich selber mal zu überraschen, für den Vienna Night Run angemeldet. Davor bin ich noch nie länger als 2km am Laufband gelaufen – und dann sollten es fünf werden. Das war der Anfang. Im März habe ich mich dann für den „Laufen hilft“-Benefizlauf angemeldet, im April war ich beim Praterblütenlauf, im Mai beim StadionCenterLauf, im Juni beim Toscanalauf und im selben Monat schließlich auch noch beim Wald- und Wiesenlauf. Und einige weitere sind in diesem Jahr auch noch geplant:

LaufDatumLängeZeit
Vienna Night Run25.09.20185km37:50
Laufen hilft03.03.20195km34:42
Praterblütenlauf28.04.20195km32:55
StadionCenterLauf11.05.20195 km31:45
Toscanalauf16.06.20194,2km23:34
Wald- und Wiesenlauf23.06.20195km28:07
Vienna Trail Run18.08.20196,4km51:35
Augartenlauf25.08.20195km26:15
KAHIKE Benefizlauf07.09.201910 km56:57
Langbathseenlauf15.09.20197,2km39:37
Vienna Night Run24.09.20195km
Wachaumarathon (Staffel)29.09.20197,1km
Grande Finale Lauf26.10.20196,4km

Der große Ansporn ist einerseits eine Telegram-Sportgruppe mit Arbeitskollegen, andererseits meine Garmin vívoactive 3 music, die mich seit Weihnachten tagtäglich begleitet und mein virtueller Coach TrainAsONE, der mich so hin trainiert, dass ich genau zu den Läufen meine beste Leistung abliefern kann. Und der ist echt hart: Für Mittwoch bis Samstag hat er mir vier Läufe mit insgesamt 27km eingetragen. Aber ich bin ein guter Gefolgsmann der Technik und führe die Aufträge ohne sie zu hinterfragen aus.

Dominik macht verrückte Dinge

Anfang Juni bin ich mit zwei Freunden über eine Nacht hindurch 50km zu Fuß gegangen. Von Wien bis nach Ernstbrunn – es war ein Austesten der Grenzen, ein Konfrontieren mit Ängsten (vor Dunkelheit oder Wölfen in niederösterreichischen Wäldern) und einfach eine geile Erfahrung.

Von 5. auf 6. Oktober nehme ich am Megamarsch teil, wo versucht wird 100km in 24h zu gehen. Eine Urkunde bekommt man ab 40km, was mein Mindestziel ist. 60km wäre das Brechen meines eigenen Rekords, 80km wäre Hammer und 100km einfach nur verrückt. Mal schauen. Außerdem möchte ich davor auch noch den Attersee umrunden – der ja schließlich auch um die 53km Umfang misst.

Außerdem habe ich in einem mutigen Moment auch zugesagt, Mitte August auf den Traunstein zu gehen, den 1.693m hohen Berg aus meiner Heimat, den schon viele WienerInnen, die ich kennengelernt habe, bestiegen haben – ich jedoch bislang noch nicht. Und im Sommerurlaub in der alten Heimat möchte ich dann auch noch weitere Berge (und Grenzen) austesten.

Nebenbei habe ich es mir zur Aufgabe gesetzt, jeden Tag mindestens 10.000 Schritte zu gehen. Das ist mir mit dem heutigen Tag bereits zum 55. Mal in Folge gelungen.

Dominik nimmt ab

Ende August des letzten Jahres stand ich bei 25 abgenommenen Kilos. Dann ging es übrigens wieder etwas bergauf, bevor ich angefangen habe, im Mai dieses Jahres wieder voll dahinter zu sein. Am 20. Mai war ich dann insgesamt 30 Kilo leichter. Am 19. Juni war mein Gewicht zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit zweistellig. Und am 20. Juli stand ich schließlich bei 40 abgenommenen Kilos. Allein zwischen Mai und heute habe ich rund 17 Kilo abgenommen. (Und es hält und hüpft nicht tagein, tagaus rauf und runter.) Das liegt aber vor allem an der doch recht gesunden Ernährung, aber vor allem an den Langstreckenläufen (+5km), in denen ich gefühlte zwei Liter jedes Mal ausschwitze.

Mit der 40er-Hürde habe ich übrigens erreicht, nicht mehr adipös zu sein. Mein BMI liegt bei 30,7 – was bei einigen Online-BMI-Tests zwar immer noch Adipositas 1 ist. Bei jenen, die jedoch das Alter genauer berücksichtigen, befinde ich mich im oberen Teil der Stufe „leichtes Übergewicht“. Noch 16kg mehr und ich wär sogar im Normalgewicht! (Begonnen habe ich übrigens mit einem BMI von 43,9.)

Dominik fühlt sich wohl

Ich habe das schon lange nicht mehr gesagt, aber jetzt kann ich es dafür mehr denn je von mir geben: Ich fühle mich in meinem Körper wohl. Ich mag, wie ich immer wieder über mich hinauswachse, Laufrekorde und Kilos weiter purzeln und mich immer wieder Menschen darauf anreden, dass mir das neue Gewicht und vermutlich auch das neue Selbstvertrauen sehr gut stehen. Ich danke auch all jenen, die zu meinem Gewicht nichts gesagt haben, als ich noch 40kg schwerer war.

Ich wusste, dass mein Gewicht und vor allem auch meine relativ schnelle Gewichtszunahme bis dahin nicht normal, gesund oder erstrebenswert war. Ich hatte damals, zurückblickend gesehen, einfach eine verdammt schwere Zeit. Wenn mich jemand darauf angesprochen hat (Eltern!), habe ich wütend reagiert. Es musste ganz einfach die Zeit kommen. Und der Kampf mit dem Schweinehund beginnen (und nicht mit dem Schweinsbraten enden).

Jetzt wiege ich so viel wie vermutlich seit zehn Jahren (oder länger) nicht mehr, bin sportlich, mit mir zufrieden und das spüren offenbar auch andere Menschen. Das ist doch einfach nur schön.

So viel also zu mir. Danke fürs Lesen und bis demnächst einmal.

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